Unsere Kooperationspartner und lokalen Experten in Mexiko (Geburtsstätte der Bomélos):

  Die Fundación Renacimiento (http://www.fundacionrenacimiento.org/
  quienes_somos.html
) ist eine private Institution, die sich überwiegend um die
 
Resozialisation von Straßenkindern und Jugendlichen bemüht, befindet sich in
  Mexiko Stadt.
 

  Neben der kulturellen Vielfalt beeindruckt die Stadt durch ein sehr konrastreiches Stadtbild,
  welches von einem enormen sozialen Gefälle geprägt ist, das von einem kleinen sehr
  reichen Teil der Bevölkerung bis zu einem beachtlichen Teil der unterhalb der Armutsgrenze
  lebt, reicht. Nach Angaben der Fundación Renacimiento leben unter ihnen mehr als 14.000
  Kinder und Jugendliche auf der Straße.

 

 


Zur Zeit hat die Fundación Renacimiento (übersetzt: Stiftung Wiedergeburt) 55 Kinder und Jugendliche aufgenommen. Unter ihnen befinden sich etwa 10 junge Mütter zwischen 16 und 25 Jahren (Foto rechts), deren Traum es ist, selbstständig für ihre Kinder zu sorgen. Sie wohnen in der Institution, werden pädagogisch und psychologisch betreut und erhalten die Möglichkeit auf ein würdevolles Leben. Das Ziel der Einrichtung ist es, die jungen Menschen zu resozialisieren, ihnen ihr Recht auf Bildung und Ausbildung zu gewähren, damit sie anschließend eigenständig überleben können. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Workshops sollen die jungen Menschen motivieren ihre eigenen Fähigkeiten zu entdecken und unter professioneller Anleitung auszubauen, um eine Perspektive für ihr weiteres Leben zu erhalten. In diesem Rahmen gibt es zum Beispiel eine Bäckerei, eine Tischlerei und einen Schmuckworkshop.
Die Jugendlichen können, wenn sie möchten, an einem dieser Projekte teilnehmen, eigenes Geld verdienen und sich gleichzeitig weiterbilden. Das Umiwi-Team setzt sich aus den Teilnehmern des Schmuckworkshops zusammen, der von der lokalen Expertin Cynthia geleitet wird.

 

 

  In der Fundación werden alle Umiwi-Bomélos zu 100 %
  handgefertigt. Hier wird das recycelte Silber verarbeitet
  und unsere wunderschönen Bomélos gehäkelt.
  Die Beschaffung und Einfärbung der Schafwolle
  erfolgt durch unseren zweiten Kooperationspartner
  in Mexiko. Die beiden Bilder zeigen die jungen Mütter
  bei der Arbeit (Foto links) unter Anleitung unserer
  lokalen Expertin Cynthia (Foto rechts).

 

 

 

 

 

Unser zweiter Kooperationspartner in Mexiko sind unsere liebenswerten Mazahuafrauen.
Lucía, Agus und Toña sind 3 Schwestern die zusammen mit Vici (Tochter von Lucía)
unser zweites Umiwi-Team in Mexiko bilden. Wie viele Indígenas (Ureinwohner) sind
sie bereits als Jugendliche in die große Stadt migriert in der Hoffnung auf ein besseres
Leben fern von Gewalt und Armut, die auf dem Land wo sie ursprünglich herkommen
(Foto unten links) weit verbreitet ist. In Mexiko Stadt waren sie auf sich allein gestellt ohne
Spanisch zu sprechen oder mit irgendwelchen Verhaltensregeln dieser monströsen
Stadt vertraut zu sein. Mit der Zeit haben sie verschiedene Überlebensstrategien
entwickelt und sich mit dem Kunsthandwerk über Wasser gehalten. Auf Puppen in
traditionellen Mazahuatrachten und verschiedene Kleidungsstücke mit
Mazahuastickereien haben sie sich spezialisiert. Trotz der Produktion und dem
Verkauf ihrer Produkte ist es ihnen nicht gelungen aus eigener Kraft dem
Teufelskreis der Armut zu entkommen.


  Umiwi hat die Mazahuafrauen mit der Unterstützung des lokalen Experten Gerardo (auf dem
  Foto oben rechts zusammen mit Toña, Agus und Lucía zu sehen) kennengelernt und in die
  Produktion der Umiwi-Bomélos eingebunden. Sie färben mexikanische Schafwolle mit
  natürlichen Materialien ein und bereiten sie soweit vor, dass sie in der Fundación
  Renacimiento zu unseren wunderschönen Bomélos weiterverarbeitet werden können.
  Gerardo kennt die Frauen seit 17 Jahren und unterstützt sie immer wieder bei ihrer Arbeit,
  bindet sie in seine Kulturseminare am Spracheninstitut ein und ist mittlerweile ein enger
  Freund der Mazahuas. Über ihn ist es uns gelungen Kontakt zu den Frauen aufzunehmen
  und sie in unser Umiwi-Projekt zu integrieren. Die Kommunikation verläuft überwiegend
  über ihn, da die Frauen kaum schreiben und lesen können und nicht über einen
  Internetzugang oder Computer verfügen.



  Das Einfärben von Schafwolle mit natürlichen Materialien ist eine
  traditionelle Färbungsmethode der Mazahuas. Leider gibt es nur
  wenige Mazahuas die noch über dieses Wissen verfügen
  weshalb wir hier eine weitere lokale Expertin ins Boot geholt
  haben - Lucy (Foto rechts). Lucy ist eine Lehrerin an der
  Kunstschule INBA in Mexiko-Stadt und lehrt ihre Schüler unter
  anderem Stoffe mit natürlichen Materialien einzufärben.